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Europa/Niemcy/Polska

Deutschland ein guter Partner für Polen?

Das Interwiev mit Ex-Premierminister von Sachsen Herrn Prof. Georg Milbradt.

Präsident, bedeutet die polnische Präsidentschaft in der EU eine Chance zur Verbesserung der deutsch polnischen Verhältnisse?

Das Verhältnis hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert. Die polnische Ratspräsidentschaft wird dazu beitragen , dass Polen und Deutschland sich in der Europapolitik stärker abstimmen werden. Das gleiche gilt für globale Fragen.

Bietet die polnische Präsidentschaft eine gute Gelegenheit zu Annäherung für Berlin und Warschau in die Ostpolitik wird? Besonders gegen die Ukraine und Weißrussland?

Es gibt kaum Unterschiede in der deutschen und polnischen Politik gegenüber Weißrussland und der Ukraine. Die geopolitischen Interessen stimmen überein. Während seiner Ratspräsidentschaft wird Polen sicherlich versuchen, auch die EU-Nachbarschaftspolitik gegenüber dem Osten weiter zu forcieren, insbesondere weil die Mittelmeerländer der EU sich stärker mit dem arabischen Nordafrika beschäftigen werden. Deutschland ist daher ein guter Partner für Polen.

Und was ist mit Moskau? Deutschland hat bis jetzt eher kritisch die polnisch russischen Beziehungen beurteilt. Kann die Tatsache, dass Polen die Präsidentschaft hat, hier etwas ändern?

Die deutsch-russischen Beziehungen waren in den letzten Jahren besser als die polnisch-russischen. Deutschland wird auch in Zukunft, die Zusammenarbeit weiter verstärken, nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen. Ich habe den Eindruck, dass sich auch das Verhältnis zwischen Russland und Polen langsam verbessert. Trotz der schwierigen
Vergangenheit und der politischen Situation in Moskau liegt es im polnischen Interesse, sich stärker um den russischen Nachbarn zu kümmern, insbesondere aus ökonomischen und geopolitischen Gründen; denn Russland bleibt bei aller Kritik an seiner Politik für Polen ein wichtiges Land. Im Dreieck Polen-Russland-Deutschland sollte es kein "entweder oder" sonder ein "sowohl als auch" geben.

Wie beurteilen Sie die Beziehungen zwischen Polen und der BRD jetzt, wo die PO und Donald Tusk regieren? Was ist gut, und was sollte noch verbessert werden?

Die offiziellen deutsch-polnischen Beziehungen waren in den letzten Jahren noch nie so gut wie heute. Das liegt insbesondere an Premier Tusk und der PO sowie dem guten persönlichen Verhältnis zwischen Tusk und
Merkel, aber auch zwischen den Präsidenten Komorowski und Wulff . Es gibt kaum noch Verbesserungsmöglichkeit. Ich hoffe, dass sich auch das Verhältnis zu den deutschen Vertriebenen weiter entspannt.

Die letzte Frage betrifft Sachsen und Niederschlesien. Es gibt in Niederschlesien nicht so viele Firmen aus Sachsen. Warum? Und gibt es eine Chance, dass sächsisches Kapital nach Polen fließt?

Die großen sächsischen Betriebe sind wie die niederschlesischen meist Teil internationaler Konzerne. Hier ist viel Kapital nach Niederschlesien geflossen. Anders sieht es beim Mittelstand aus. Hier gibt es noch unausgeschöpfte Möglichkeiten. Aber wegen der meist vorhandenen Kapitalschwäche des sächsischen Mittelstands wird der
Kapitalfluss beschränkt sein. Mehr Chancen sehe ich in der Zusammenarbeit bis hin zur Verbindung von bestehenden Unternehmen in beiden Ländern, und zwar in beide Richtungen.

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