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Konsul

Dolny Slask/Saksonia

Die große Erfolgsgeschichte
der deutsch-polnischen Aussöhnung
im Herzen Europas

/22.11.2011/ Ein Interview mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau Herrn Dr. Gottfried Zeitz





Seit einiger Zeit sind Sie als Generalkonsul in Breslau tätig. Sie waren schon mal als deutscher Diplomat in Polen. Warum haben Sie gerade Breslau gewählt?

Ich bin seit drei Monaten im Amt. Schon 1999 - 2002 war ich Generalkonsul in Polen, damals in Krakau. Seither habe ich eine besonders enge Verbindung zu Ihrem Land. Vor allem bewegt mich die große Erfolgsgeschichte der deutsch-polnischen Aussöhnung im Herzen Europas.

Zuletzt war ich Botschafter in Zypern. Dort gibt es naturgemäß andere Fragestellungen, während hier eher sehr konkrete Themata anliegen. Breslau ist ein großes Generalkonsulat, zusammen mit seiner Außenstelle Oppeln. Wirtschaft, Kultur, besondere Beziehungen zu der Deutschen Minderheit, konsularische Aufgaben bilden unsere Tätigkeitsfelder im wesentlichen. Wir sind hier gefordert, aktiv, haben gute Kontakte und dies, das darf ich feststellen, nicht ohne Erfolg.





Was glauben Sie, was ist das wichtigste Problem, das gelöst werden sollte?

Ein Thema ist hier die Infrastruktur, also Straßen, Zugverbindungen, aber diese geht Polen jetzt energisch an. In einigen Tagen wird die Autobahn zwischen Slubice und Poznan eröffnet. Sie haben hier in Breslau ein neues Flughafenterminal, ein neues Stadion, Sie haben neue Straßen. Das alles zeugt von großer Tatkraft, und es besteht kein Zweifel, dass diese Aufgaben gelöst werden können.

Was sind die gemeinsamen Probleme von Niederschlesien und Sachsen? Gibt es gemeinsame Anliegen, die in Niederschlesien Polen und Deutsche verbinden?

Das sehr enge Miteinander zwischen Niederschlesien und Sachsen ist ein Musterbeispiel von erfolgreicher deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Kürzlich war erneut der sächsische Umweltminister Kupfer zu einer Fachkonferenz in Breslau zu Gast. Es gab einen dichten Informations- und Meinungsaustausch mit maßgeblichen Persönlichkeiten der Woiwodschaft. Es geht z.B. um Brücken über die Grenzflüsse, Fragen von Hochwasserschutz, von Umweltemissionen. Wir erfreuen uns hier einer ausgezeichneten Kooperation, die für beide Seiten effizient und wertvoll ist.

Es ist schwierig, von Breslau nach Berlin zu kommen, aber diese Frage haben Sie eigentlich schon beantwortet.

Glücklicherweise ist die Bahnstrecke Berlin - Breslau - hinzu kommt die Strecke Berlin - Stettin - eine Verbindung, die vorrangig entwickelt werden soll. Mit der Autobahn ist die Verbindung zwischen beiden Städten doch schon gut, man schafft dies in etwas mehr als drei Stunden. Und nun haben Sie sogar eine zusätzliche, bequeme Flugverbindung zwischen Berlin und Breslau eingerichtet.

Das Generalkonsulat unterstützt deutsche und polnische Unternehmer. Sehen Sie in diesem Bereich neue Aufgaben für die Zukunft?

Mit der Arbeit unseres Generalkonsulats bin ich sehr zufrieden. Wir haben eine starke und aktive Wirtschaftsabteilung, die gut vernetzt ist.

Wo immer wir gefragt sind und behilflich sein können, bemühen wir uns darum, umfassend und rasch mit Rat und Tat zur Stelle zu sein.

Allein wegen der Nähe zwischen unseren beiden Ländern sind viele deutsche Firmen hier vertreten. Es sind oft Firmen deutschen Namens, die aber von Polen geleitet werden. Dies beweist die moderne Vernetzung, Ausdruck einer blühenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu beiderseitigem Nutzen. Die hier tätigen deutschen Firmen sind recht zufrieden mit den hiesigen Bedingungen. Wenn deutsche Unternehmer oder Investoren, die bereits in Polen aktiv sind, gefragt werden, ob sie wieder in Polen investieren würden, sprechen sich viele eindeutig für den Standort Polen und diese Region aus.

Ein konkreter Schwerpunkt unserer Arbeit im Wirtschaftsbereich liegt auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien. Wir sollten hier keine Probleme sehen, sondern gemeinsame Aufgaben. Abfallwirtschaft, Umweltschutz, saubere Energien, der Übergang von alten zu neuen Energien, dies alles birgt großes Potential. Es geht um den einzig gangbaren Weg zu Energiesicherung und Unabhängigkeit von den internationalen Märkten.

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